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nbsp]Martin Dietze
Buchrezension: Statistik von Kopf bis Fuß
Down Griffiths: Statistik von Kopf bis Fuß
Das Buch „Statistik von Kopf bis Fuß“ von Down Griffiths ist kein Lehrbuch der mathematischen Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Vielmehr leitet die Autorin all jene, die mit Datenerhebung und der Darstellung wissenschaftlicher Ergeb-nisse, ökonomischer Erfolgsbilanzen oder Güteeinschätzungen in Produktionsbe-trieben befaßt sind, durch spielerischem Umgang mit Beispielen zu sorgfältigem logischem Denken an. Komplexität und Schwierigkeitsgrad steigert sie allmählich und jedes Kapitel wird mit kleinen Testaufgaben abgeschlossen, so dass der Leser umgehend überprüfen kann, ob sie oder er die Thematik auch wirklich verstanden hat. Für noch Unsichere stellt Griffiths unter der Rubrik ''Es gibt keine dummen Fragen'' eben jene Fragen selbst und beantwortet sie zugleich präzise.
Das Buch übt die richtige visuelle Darstellung der gezählten oder gemessenen Ergebnisse, den richtigen Umgang mit Mittelwerten, deren Spannweite und Streuung, das Problem von Ausreißern, sowie die Einschätzung des Risikos einer Fehleinschätzung der ermittelten Ergebnisse.
Man erlernt spielerisch die Anwendung von geometrischer, binominaler, Poisson-, sowie vor allem von Normal- und CHI-Quadratverteilung. Auch Regression und Korrelation werden behandelt. Immer wieder geht die Autorin auf die richtige Stichprobenauswahl ein.
Hat man die vergnüglichen Übungen beendet und legt das erfreuliche Buch zur Seite, so hat man eine Menge über Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Testauswertung etc. gelernt. „Statistik von Kopf bis Fuß“ muss wohl doch ein Lehrbuch sein, ein sehr gutes und unterhaltendes auch.
Im 3. Semester meines Chemiestudiums wäre ich dankbar gewesen, dieses Buch besessen zu haben, statt mich in einer trockenen Vorlesung über Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik zu langweilen. Jedem, der mit experimentellen Aufgaben befasst ist, gleich ob Student, Diplomant, Doktorant oder Qualitätskontrolleur, ob Naturwissenschaftler, Mediziner, Psychologe oder Ökonom, kann man das Buch nur wärmstens empfehlen. Einer künftigen neuen Auflage dieses wertvollen Buches wünsche ich ein Kapitel über statistische Ausreissertests.
Rezension: Claus Schäfer
Berliner Linux User Gruppe
Buchrezension: Einführung in Perl
Randal L. Schwartz, Tom Phoenix& Brian d Foy: Einführung in Perl
5. Auflage O'Reilly Verlag Bejing Cambrigde Farnham Köln Taipei Tokyo
www.oreilly.de/catalog/pdf_lernperl5ger/
Deutsche Übersetzung von Jorgen W. Lang
Euro 34,90
ISBN 978-3-89721-887-1
' Einführung in Perl ' ist ein Buch sowohl für Anfänger, die beginnenwollen, diese elegante Programmiersprache zu erlernen, als auch fürFortgeschrittene, die bereits Übung im Verfassen von Perlskripten haben. Nach einer Einleitung über die typographischen Konventionen, die Historiedieses Buches und von Perl, sowie einer kleinen Blitztour zu Perl, folgen weitere sechzehn Hauptkapitel und zwei Anhänge A + B.
Die Kapitel 2 bis 6 liefern, witzig und didaktisch klug geschrieben, das wichtigste Handwerkszeug zur sauberen Anwendung dieser schönen Sprache. Dabei wird immer wieder auf die Wichtigkeit eines sauberen Programmierstils hingewiesen. Perl kann mit Fehlern reagieren, wenn dies einmal nicht der Fall ist. Am Ende jeden Kapitels stehen Übungsaufgaben, sowie im Anhang A die dazugehörenden, wie ich finde sehr eleganten Lösungsvorschläge.
Wesentlichen Inhalte des 2. Kapitels sind der Umgang mit Zahlen, Strings und skalaren Variablen, interne Warnungen, Ausgaben mittels print, Kontrollstrukturen mit if und while, Eingaben und der chomp-Operator.
Das nächste Kapitel behandelt den Umgang mit Feldern (Arrays) und Listen,nebst den dafür notwendigen Operatoren, Kontrollstrukturen mit foreach, Interpolation von Arrays in Strings und Eingaben im Listenkontext.
Im vierten Kapitel werden dann ausführlich die Definition von Subroutinen und deren Abruf, skalare und nicht-skalare Rückgabewerte, die Gültigkeit privater Variablen, sowie die Übergabe von Parametern variabler Länge behandelt.
Im folgenden Kapitel finden sich Darlegungen zur Eingabe mittels chomp-Operator, sowie zum Prüfen des Dateiendes mit einer while- oder foreach-Schleife. Weitere Themen dieses Kapitels sind Eingaben mit dem Diamantoperator, unformatierte oder formatierte Ausgaben auf STDOUT, und der Umgang mit Dateihandles.
Das 6. Kapitel befasst sich ausschließlich mit der Hashfunktion. Es wird ihre Anwendung, der Zugriff auf deren Elemente und eine Vielzahl nützlicher Funktionen zur Pflege der in ihr gespeicherten Parameter erklärt.
Nach Lektüre der Kapitel 1 bis 6 und etwas Training besitzt man ein gutes Rüstzeug, um Computerprogramme nach seinen eigenen Vorstellungen in Perl zu realisieren.
Die Kapitel 7 bis 9 behandeln die Anwendung regulärer Ausdrücke. Diese drei Kapitel sind, im Gegensatz zu den vorhergehenden, nicht immer von Anfängern nachvollziehbar. Es fehlen hier konkrete Beispiele, die das Verstehen und Anwenden regulärer Ausdrücke besser trainieren helfen.
Hat man jedoch bereits Erfahrungen mit sed, awk, grep, find oder ähnlichen Programmen, so sind diese Kapitel eine wesentliche Ergänzung, um Perl mit Hilfe regulärer Ausdrücke in der Systemadministration anzuwenden.
Das 10. Kapitel befasst sich mit weiteren Kontrollstrukturen wie beispielsweise unless, else, until, elsif, for, last oder next, sowie dem Umgang mit logischen Operatoren.
Kapitel 11 erläutert, wie Module zu bestimmten Problemlösungen gefunden und mittels CPAN installiert werden können. Im Besonderen wird auf das Datenbankmodul DBI hingewiesen. Tipp: Das wertvolle Modul DBI wird im Buch "Programmierung mit Perl DBI" (ebenfalls im O'Reilly Verlag erschienen) ausführlicher behandelt.
Alles in allem ein begeisterndes Buch, dem noch viele neue Auflagen zu wünschen sind.
Rezension: Claus Schäfer
Berliner Linux User Gruppe e.V.
Buchrezension: Praxiskurs Unix-shell

Martin Dietze: Praxiskurs Unix-Shell
1.Auflage 2011 O´Reilly Verlag
Beijing Cambridge Farnham Köln Sebastopol Tokyo
ISBN 978-3-897-21-565-8 Euro 19,90
Das Buch Praxiskurs Unix Shells ist kein Nachschlagewerk oder Aufbaubuch für erfahrene Systemadministratoren. Es wendet sich in erster Linie an diejenigen, die kürzlich vom Betriebssystem Windows zu einem Unixsystem mit seinen graphischen Benutzeroberflächen gewechselt sind und nun nach Einarbeitung in dieses System darauf neugierig geworden sind, so wie andere Unixianer bzw. Linuxianer, das Programm von der Kommandozeile aus kennenzulernen. Dazu ist das Werk gut geeignet, vorausgesetzt, der Leser besitzt gewisse Grundkenntnisse des Programmierens.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Philosophie der Unix-Shell-Familie und einen ersten forschenden Blick in die /etc/passwd-Datei. Nach einem kurzen Überblick über die Kommandozeileneditoren emacs und vi, und die Historie-Funktionen der Shells,wird das Arbeiten mit Dateien, Dateitypen, Dateisysteme, das Einbinden derselben (mount, umount, /etc/fstab ), Zugriffsrechte und ihre Verwaltung, die Benutzer und Gruppenverwaltung, Werkzeuge zur Verzeichnis- und Dateibearbeitung, Wildcards und Quoting werden ausführlich und sehr verständlich dargestellt.
Der folgende Abschnitt behandelt die Ein- und Ausgabe, deren Umlenkungswerkzeuge, Variablenzuweisung und -löschung, Aliase, Pipes, Befehle und Befehlsverkettungen, Klammerungen, Kommandoersetzungen, Prozesse, deren Ausführung auch im Hintergrund, Prioritäten und Rückgabewerte.
Das nächste Kapitel umschließt die Anpassung der Arbeitsumgebung. Im Vergleich zu den vorhergehenden vier Kapiteln, ist dieses recht spartanisch gehalten und lädt, abgesehen vom Umgang mit der Path-Variablen, nicht gerade zum Experimentieren ein und bleibt dem noch Unerfahrenen weitgehend verschlossen.
Die folgenden Kapitel behandeln die Datenverarbeitung mit Hilfe der Shell und die dazugehörigen Werkzeuge im Besonderen der Umgang mit Filtern und regulären Ausdrücken. cat, cut, tr, wc, grep, more, sort, awk und sed werden teilweise ausführlich, aber nicht immer verständlich behandelt.
Sehr gut werden die Abschnitte dargeboten, die das schrittweise Vorgehen beim Arbeiten mit dem Streameditor sed behandeln. Auch die Einführung in awk lädt den Leser zu Folgeexperimenten ein, obwohl nicht alle dargebotenen Ausdrücke ausreichend erklärt werden und deshalb manchmal nicht ganz leicht nachvollzogen werden können. Am Ende dieses Abschnittes werden die Programme zum Archivieren, Packen und Entpacken erklärt.
Einem sehr kurzen Kapitel über Arbeiten im Netzwerk, das kaum zur "Netzwerkvirtuosität" des Lesers beiträgt, folgen die Grundlagen zur Programmierung von Shell-Skripten. Alle wichtigen Programmierschritte werden erläutert, die Beispiele aber nicht systematisch entwickelt, sondern aufgesetzt, das heißt, es werden bisher nicht besprochene Sripte verwendet, die dann manipuliert werden. Hat der Leser sich mit diesen Sripten vertraut gemacht, dann wird er gut an die zu manipulierenden Skripte herangeführt.
Das Kapitel 12, "Folklore", ist absolut überflüssig und wird nicht weiter besprochen.
Rezession: Claus Schäfer
Berliner Linux User Gruppe e.V.

